Was ein Ladepark mit Ladehub unterscheidet: Bedeutung für Tanken, Laden und Preise

Was ein Ladepark mit Ladehub unterscheidet: Bedeutung für Tanken, Laden und Preise
Transparenz: Bei der Erstellung dieses Beitrags kam generative KI zum Einsatz.

Ein Ladepark bündelt mehrere Ladepunkte an einem Standort. Ein Ladehub geht meist darüber hinaus: Er verbindet eine größere Ladeanlage mit zusätzlichen Verkehrs-, Aufenthalts- oder Servicefunktionen und kann mehrere Nutzergruppen oder Verkehrsmittel zusammenführen. Für den Preis ist die Bezeichnung allein jedoch nicht aussagekräftig. Maßgeblich sind Ladeart, Betreiber, Tarif, Roaming, mögliche Zeitgebühren und die tatsächlich geladene Energiemenge.

Ladepark und Ladehub bezeichnen nicht dasselbe Konzept

Der Begriff Ladepark beschreibt vor allem die räumliche Bündelung von Ladepunkten. Typisch ist ein Standort, an dem mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden können. Je nach Ausrichtung stehen dort AC-Ladepunkte für längere Aufenthalte, DC-Schnelllader für kürzere Stopps oder eine Mischung aus beiden bereit. Größe und technische Ausstattung lassen sich aus dem Wort allein nicht ableiten.

Ein Ladehub ist stärker als Knotenpunkt gedacht. Neben zahlreichen Ladepunkten können beispielsweise Aufenthaltsbereiche, Gastronomie, Sanitäranlagen, eine Überdachung, Flächen für Lieferfahrzeuge oder Verbindungen zu anderen Mobilitätsangeboten dazugehören. Solche Merkmale sind aber keine verbindliche Voraussetzung. Betreiber verwenden die Bezeichnungen nicht nach einer einheitlichen, allgemein verpflichtenden Größen- oder Leistungsklasse.

Die belastbare Unterscheidung lautet daher: Ein Ladepark beschreibt hauptsächlich eine Ansammlung von Ladepunkten, während ein Ladehub zusätzlich eine Knoten- und Versorgungsfunktion betont. Ein groß beworbener Hub muss trotzdem nicht automatisch mehr Ladepunkte, eine höhere Ladeleistung oder niedrigere Preise bieten als ein Park.

Welche Standortdaten den Unterschied wirklich sichtbar machen

Wer einen Ladeort auswählen möchte, sollte nicht nach dem Namen entscheiden. Aussagekräftiger sind überprüfbare Standortmerkmale, die unmittelbar zur Fahrt und zum Fahrzeug passen:

  • Anzahl der Ladepunkte und Zahl der gleichzeitig nutzbaren Anschlüsse
  • AC-, DC- oder HPC-Laden sowie die ausgewiesene maximale Leistung je Anschluss
  • Leistungsteilung, falls mehrere Anschlüsse gemeinsam auf eine begrenzte Gesamtleistung zugreifen
  • Zufahrt, Stellplatzmaße und Eignung für Fahrzeuge mit Anhänger oder größere Lieferfahrzeuge
  • Zahlungswege wie Ladekarte, App, Roaming oder Ad-hoc-Zahlung
  • Aufenthaltsangebote, Beleuchtung, Überdachung und sanitäre Einrichtungen
  • eventuelle Zeit-, Stand- oder Blockiergebühren

Für einen kurzen Autobahnstopp können mehrere schnelle DC-Ladepunkte, eine übersichtliche Zufahrt und eine geringe Auslastung wichtiger sein als ein umfangreiches Serviceangebot. Bei einem längeren Aufenthalt in der Stadt kann dagegen ein AC-Standort ausreichen, sofern Parkdauer und Tarif zusammenpassen. Die passende Infrastruktur ergibt sich somit aus Fahrtroute, Fahrzeug, gewünschter Aufenthaltsdauer und Abrechnung.

Wie Ladehubs das klassische Tankstellenkonzept verändern

Eine Tankstelle ist auf kurze Fahrzeugstopps und den Verkauf von Kraftstoff in Litern ausgelegt. Das Laden eines Elektroautos benötigt dagegen je nach Fahrzeug, Ladestand und verfügbarer Leistung mehr Zeit. Ein Ladehub kann diesen Unterschied auffangen, indem er die Standzeit mit passenden Aufenthalts- und Versorgungsangeboten verbindet.

Tank- und Ladeangebote können am selben Standort bestehen, bleiben technisch und preislich aber getrennt. Benzin und Diesel werden in Euro je Liter abgerechnet; Ladestrom üblicherweise in Euro je Kilowattstunde, teilweise ergänzt um zeitabhängige Bestandteile. Ein direkter Vergleich von Literpreis und Kilowattstundenpreis führt deshalb nicht zu einer brauchbaren Aussage.

Auch die Flächennutzung unterscheidet sich. An einer Zapfsäule wird der Platz nach dem Tankvorgang wieder frei. Ein Ladepunkt bleibt während des gesamten Ladevorgangs belegt. Große Standorte benötigen daher nicht nur leistungsfähige Netzanschlüsse, sondern auch genügend Stellplätze und eine Gestaltung, die wartende Fahrzeuge nicht mit dem übrigen Verkehr in Konflikt bringt.

Der Name des Standorts bestimmt nicht den Ladepreis

Weder Ladepark noch Ladehub ist eine eigene Tarifart. An ein und demselben Standort können unterschiedliche Preise gelten, weil verschiedene Zugangswege nebeneinander bestehen. Möglich sind ein Vertragstarif des Betreibers, ein Roamingtarif eines anderen Mobilitätsanbieters und ein Ad-hoc-Preis ohne bestehenden Ladevertrag.

Beim Preisvergleich müssen deshalb dieselben Bedingungen gegenübergestellt werden:

  1. Prüfe, ob du AC- oder DC-Laden vergleichst. Unterschiedliche Ladearten können unterschiedlich bepreist sein.
  2. Wähle den tatsächlichen Zugangsweg: Betreiber-App, Ladekarte, Roaming oder Ad-hoc-Zahlung.
  3. Vergleiche den Energiepreis in Euro je Kilowattstunde.
  4. Berücksichtige Grundgebühren nur anteilig für den betrachteten Zeitraum und die gesamte Nutzung dieses Tarifs.
  5. Prüfe Zeit- oder Blockiergebühren einschließlich ihres Beginns und möglicher Ausnahmen.

Vor dem Start zeigt die App, Ladekarte beziehungsweise deren Tarifübersicht oder das Zahlungsterminal, welcher Preis für den gewählten Zugang gilt. Die Anzeige am Standort kann einen Ad-hoc-Preis betreffen, während die verwendete Roamingkarte nach einem anderen Tarif abrechnet. Für die Entscheidung zählt der Preis des tatsächlich eingesetzten Zahlungsmittels.

Rechenweg für einen vollständigen Ladestopp

Die reinen Energiekosten ergeben sich aus geladener Energiemenge mal Preis je Kilowattstunde. Weitere Bestandteile müssen separat addiert werden. Für einen einzelnen Vorgang kann die Rechnung so aufgebaut werden:

Ladekosten = (geladene Energie in kWh × Energiepreis in Euro/kWh) + Zeitgebühr + anteilige Grundgebühr

Ein neutrales Rechenbeispiel zeigt die Logik. Angenommen, ein Fahrzeug lädt 38 kWh. Der gewählte Beispieltarif kostet 0,55 Euro/kWh. Für diesen Vorgang fällt zusätzlich eine beispielhafte Zeitgebühr von 2,40 Euro an; eine Grundgebühr wird nicht angesetzt.

(38 kWh × 0,55 Euro/kWh) + 2,40 Euro = 20,90 Euro + 2,40 Euro = 23,30 Euro

Der Zahlencheck ergibt 23,30 Euro für diesen angenommenen Ladevorgang. Die Werte sind keine Aussage über ein reales Preisniveau. Für eine eigene Berechnung müssen Energiemenge, kWh-Preis und Zusatzgebühren aus der Tarifanzeige beziehungsweise der Abrechnung eingesetzt werden.

Für einen Vergleich mit einem Verbrenner werden nicht Liter- und kWh-Preis direkt nebeneinandergestellt. Vergleichbar sind die Energiekosten für dieselbe Fahrstrecke. Beim Elektroauto lautet die Rechnung für 100 Kilometer:

Kosten je 100 km = Verbrauch in kWh/100 km × Ladepreis in Euro/kWh

Bei einem rein beispielhaften Verbrauch von 18 kWh/100 km und 0,55 Euro/kWh ergeben sich (18 kWh/100 km × 0,55 Euro/kWh) = 9,90 Euro/100 km. Ladeverluste und Zusatzgebühren können die tatsächlichen Kosten erhöhen. Für den Verbrenner wird entsprechend der Verbrauch in Litern je 100 Kilometer mit dem Preis je Liter multipliziert.

Welche Bauform zu welcher Fahrt passt

Für die Auswahl ist eine priorisierte Route hilfreicher als die Standortbezeichnung. Brauchst du auf einer Fernfahrt schnell viel Energie, suche zuerst nach kompatiblen DC- oder HPC-Anschlüssen, ausreichender Leistung und mehreren nutzbaren Ladepunkten. Stimmen diese Merkmale, können gute Zufahrt, Überdachung und Versorgung den Ausschlag geben.

Bleibt das Auto mehrere Stunden stehen, kann ein AC-Ladepark am Ziel passender sein. In diesem Fall erhalten Tarifdauer, Parkregeln und mögliche Blockiergebühren mehr Gewicht als eine besonders hohe Spitzenleistung. Für Flotten und Lieferverkehr sind wiederum Stellplatzgröße, planbare Verfügbarkeit, Zufahrt und gegebenenfalls reservierbare oder betrieblich zugeordnete Ladepunkte relevant.

Ein Ladehub bietet vor allem dann einen Mehrwert, wenn viele Ladepunkte und ergänzende Funktionen tatsächlich benötigt werden. Wer nur einen freien, kompatiblen Anschluss für einen kurzen Vorgang sucht, kann in einem kleineren Ladepark ebenso passend laden. Die bessere Wahl ist der Standort, der Anschluss, Leistung, Aufenthaltszeit und Tarif für die jeweilige Fahrt sinnvoll zusammenbringt.

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